Regeln & Automation

Die Regel-Engine verbindet Sensoren und Aktoren über klare Wenn-Dann-Logik. Hier lernen Sie Trigger, Bedingungen, Aktionen und Prioritäten – mit praxiserprobten Snippets.

SmartRoom Automation Sicherheit
Voraussetzungen
  • Energieprofile angelegt
  • Sensoren/Relais zugeordnet
  • Testzimmer für Probeläufe

1) Konzept: Trigger → Bedingungen → Aktionen

Regeln bestehen aus Trigger (Ereignisse), Bedingungen (Kontext) und Aktionen. Die Engine bewertet Prioritäten: Zimmer-spezifische Regeln schlagen Stockwerks-Regeln, diese schlagen Gebäude-Defaults.

Best Practice: Lieber mehrere klare Regeln als eine überladene „Mega-Regel“.

2) Praxis-Snippets

A) Präsenz → Komfort, Abwesenheit → Eco

Wenn:  Präsenz erkannt (Zimmer)
Und:   Fenster geschlossen
Dann:  Szene = „Neutral“, Temperaturziel = 21 °C
Nach:  15 min ohne Präsenz → Szene „Aus“, Temperaturziel = 18 °C

B) Fenster offen → HVAC aus, Hinweis

Wenn:  Fenster geöffnet
Dann:  Heizung/Klima = Aus
Und:   Hinweis an Gästemappe: „Bitte Fenster schließen für optimale Temperatur“

C) Nachtweg

Wenn:  Präsenz (22:30–06:00)
Dann:  Licht Szene „Nachtweg 10 %“, Timeout 3 min

D) Lastmanagement (Spitzen kappen)

Wenn:  Gebäudelast > Schwellwert
Dann:  Nicht belegte Zimmer → Eco
Und:   Flurlüftung auf Stufe „Low“

3) Prioritäten & Konflikte

Reihenfolge: Ausnahme > Zimmer-Regel > Stockwerk > Gebäude-Default. Konflikte werden per „letzte passende Regel gewinnt“ gelöst; Logs zeigen die getroffene Entscheidung.

4) Sicherheit & Fail-Safe

  • Timeouts realistisch setzen (z. B. 15 min statt 2 min)
  • Fail-Safe bei Sensorausfall (Default = Eco, manuelle Steuerung möglich)
  • Regeln versionieren, Änderungen freigeben (Vier-Augen)

5) Test & Rollout

Nutzen Sie ein Testzimmer für Simulationen (Präsenz, Fenster, Uhrzeit). Rollout in Wellen (5–10 Zimmer), Monitoring eng verfolgen, dann flächig ausrollen.

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